Aktuelle Beiträge der Redaktion
Heinz Clausen
Manche Menschen sind das Gedächtnis eines Ortes. Heinz Clausen war einer dieser seltenen Menschen. Wer seine Wohnung betrat und auf dem Weg an seinem Arbeitszimmer vorbei in Richtung Garage ging, dem bot sich ein ungewöhnlicher Anblick: Schrank um Schrank, gefüllt mit sorgsam beschrifteten Aktenordnern, dazwischen eine weitläufige Bibliothek, die ihresgleichen suchte – alles gewidmet einem einzigen Thema: Pellworm. Jedes Dokument, jede Notiz, jeder Zeitungsausschnitt trug die Handschrift eines Mannes, der nichts dem Vergessen überlassen wollte. Was nicht von Hand geschrieben war, hatte er seiner treuen Gabriele – einer alten Schreibmaschine, die er bis zuletzt nicht gegen modernere Technik eintauschen mochte – anvertraut. Und doch brauchte Heinz Clausen seine Ordner und Bücher oft gar nicht erst aufzuschlagen: Das meiste trug er einfach in sich. Namen, Jahreszahlen, Zusammenhänge – was andere mühsam nachschlagen mussten, hatte er längst im Kopf, abrufbereit wie ein lebendiges Lexikon der Insel. Heinz Clausen war kein Archivar von Amts wegen. Er tat, was er tat, aus tiefer Überzeugung und ohne je eine Gegenleistung zu erwarten. Als langjähriges Mitglied zahlreicher Vereine auf der Insel war er nicht nur Bewahrer der Geschichte, sondern selbst ein Stück von ihr – immer mittendrin, immer mit dem Herzen dabei. Mit ihm verliert Pellworm nicht nur einen Menschen, dem die Insel alles bedeutete. Es verliert sein lebendigstes Archiv. Über viele Jahre war Heinz ein treuer Unterstützer des De Pellwormer. Mehr als 50 mal berichtete er über „Historische Häuser“, half aus, wenn für einen Beitrag alte Fotos oder Informationen aus früheren Zeiten benötigt wurden. Der Verlust ist schon spürbar und sein Tod hinterlässt eine Lücke, die nicht zu füllen sein wird.Die Redaktion des De Pellwormer ist Heinz zu großem Dank verpflichtet. Unser Mitgefühl und Beileid gilt seiner Ehefrau Ingke, ohne deren Unterstützung seine Arbeit nicht möglich gewesen wäre, und seinen Kindern mit deren Familien. Das Redaktionsteam des De Pellwormer Im Dezember 2024 haben wir in einem längeren Beitrag über Heinz Clausen berichtet. Der Beitrag kann hier abgerufen werden: Das Gedächtnis der Insel

Der ehemals adelige Hof Seegarden
Ein Bericht von Karl Friedrich Krohn von 1954

Sonderausgabe „Einen Meter unter dem Meer“
Der 39. Jahrgang der Henri-Nannen-Schule zu Gast auf Pellworm Die Sonderausgabe „Einen Meter unter dem Meer – Die Henri- Nannen-Schule auf Pellworm“ ist im Druck und kann ab sofort bestellt werden. Im Spätsommer vergangenen Jahres war der 39. Jahrgang der Henri-Nannen-Schule zu Gast auf Pellworm und hat dort seine Abschlussarbeit erstellt. Die Henri-Nannen-Schule ist eine der renommiertesten deutschen Journalistenschule. Die Teilnehmer haben zahlreiche Beiträge über Pellworm erstellt, die nahezu die gesamte Bandbreite des Insellebens darstellen. Für jede Pellwormliebhaberin und jeden -liebhaber ein Muss. Die Sonderausgabe mit 68 Seiten kostet 6€ zzgl. Versandkosten. Nutzen Sie zur Bestellung bitte unser Bestellformular für Einzelausgaben.

Wo wird der de Pellwormer gelesen?
In Kürze werden wir hier die ersten Ergebnisse der Leserumfrage veröffentlichen. Unter anderem war die Frage aufgetaucht, für wen der Pellwormer eigentlich geschrieben wird bzw. wer den Pellwormer liest. Die Grafik zeigt die Verteilung der Abonnenten und man sieht deutlich, dass von den ca. 1200 Abonnenten gut 4/5 nicht aus Schleswig-Holstein kommen. Was fehlt sind allerdings die Verkäufe im Pellwormer Einzelhandel und in der Schlossbuchhandlung in Husum. Hier gibt es verständlicherweise keine Informationen, ob es sich bei den Käufer:innen um Insulaner:innen oder Gäste vom Festland handelt.